Die SKGLB Reengineering Ges.n.b.r. hat sich als Konsortium zur Wiedererrichtung der Salzkammergut-Lokalbahn gegründet, um die SKGLB in neuer Form wieder erstehen zu lassen. Dabei verfolgt es keine kommerziellen Ziele, sondern ausschließlich die Zielsetzung, die Wiedererrichtung der "Ischlerbahn" im öffentlichen Interesse zu erreichen.
Projektidee und Ziel
Die Wiedererrichtung der SKGLB auf der Strecke Salzburg – Mondsee – Bad Ischl, mit zwei Zielrichtungen: Die Verknüpfung eines attraktiven Nahverkehrsangebotes mit einem ideal landschaftsangepassten Tourismuskonzept.
Modernes Nahverkehrsmittel
Mit der SKGLB kann die wichtige Entwicklungsachse Salzburg – Thalgau – Mondsee durch ÖV verbessert erschlossen und versorgt werden, zusätzlich auch der Raum St. Gilgen – Strobl – Bad Ischl. Steigende Pendlerquoten für Schüler und Berufstätige in dieser dichtbesiedelten Region können nur durch Verdichtung und Verbesserung des ÖV die wachsenden MIV-Ströme im Umfeld der Stadt Salzburg eindämmen.
Impulsgeber für eine regionale Identität im Tourismus
Für die Tourismusregionen Mondsee und Wolfgangsee bietet die vorhandene Trasse eine Jahrhundertchance für ein verträgliches Natur- und Reiseerlebnis. SKGLB als regionaler Impuls für die Kombination von einzigartiger Landschaft und neuen Konzepten der „Erfahrbarkeit“. Bahn&Rad&Schiff als Spiegel der regionalen Vielfalt in Anlehnung an die landschaftliche Vielfalt: Berge, Seen, Naturlandschaften (Naturschutzgebiete, Ornithologie, Botanik, Sportmöglichkeiten, Radrouten, Baden, Wandern, ...) Urlaub für alle. Auch fürs Auto ...
Verknüpfung von Mobilität mit Erlebnisangeboten.
Moderne Nahverkehrszüge ebenso wie beschauliche Dampfzüge für Bahnliebhaber.
DAS zeitgemäße Transportmittel über die Jahrhunderte.
Die logische Ergänzung
Die 1893 eröffnete erste Bahn verband nicht nur Salzburg mit Bad Ischl, sondern schloss die Region Mondsee – Wolfgangsee an die Verkehrsnetze an und half mit, sie zu den weltberühmten touristischen Highlights zu machen, die sie bis heute sind. Ohne sie wären Orte wie St. Wolfgang oder Mondsee verschlafene Dörfer geblieben. Aber auch für den Pendlerverkehr hatte sie eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Die Einstellung der SKGLB war eine der dümmsten vekehrs- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen der II. Republik. Dieser Fehler könnte, spät aber doch, jetzt behoben werden.
Nachdem gerade der motorisierte Individualverkehr, auf dessen Altar die Bahn im Jahr 1957 geopfert wurde, trotz großzügigster Straßenbauten in der Relation Salzburg – Mondsee – Wolfgangsee – Bad Ischl an seine Kapazitätsgrenzen stößt, macht sich das Fehlen eines leistungsfähigen Verkehrsmittels schmerzlich bemerkbar.
Geänderte Voraussetzungen bestimmen Bedarf.
In den letzten Jahrzehnten fand im „Speckgürtel“ der Stadt Salzburg, aber auch westlich von Bad Ischl entlang der Strecke der ehemaligen SKGLB eine riesige Bevölkerungszunahme statt. Ehemals kleine Orte wie Thalgau, Eugendorf oder Strobl sind mittlerweile zu Satellitenstädten geworden, die überwiegend von Tagespendlern bewohnt werden.
Zugleich haben sich in den genannten Relationen neu Gewerbegebiete mit zahlreichen Mittelbetrieben etabliert, die ihrerseits Pendler-, aber auch Güterverkehr anziehen. Das führt zu einem mittlerweile täglichen Straßenverkehrschaos im östlichen Flachgau und zwischen Strobl und Bad Ischl, vor allem aber in der Stadt Salzburg. Kommen zu den täglich pendelnden Werktätigen auch noch Touristen aus der Region, die bei schlechtem Wetter einen Ausflug in die Stadt unternehmen, tritt vollends der Stillstand ein.
Andererseits leiden die Fremdenverkehrsgemeinden an Mondsee und Wolfgangsee seit der Konkurrenz durch billige Fernflüge notorisch an einem Besucherschwund. Tourismusexperten sind sich einig, dass neben den landschaftlichen Reizen eine zusätzliche Attraktion fehlt.Die SKGLB fehlt der Region
Hier verspricht die Wiedererrichtung der SKGLB die Kombination mehrerer Lösungen:
Als leistungsfähiges, modernes Nahverkehrsmittel bringt sie mit einem dichten Taktverkehr die Pendler aus dem Umland am Stau vorbei nach Salzburg bzw. Bad Ischl, und, auch nicht zu vergessen, in die Gewerbegebiete und zu den touristischen Arbeitgebern. Hier kommt der Bahn sehr zustatten, dass die Trasse im Unterschied zu vielen anderen Lokalbahnen sehr siedlungsnah verläuft und einen großen Teil der Bevölkerung in den Anrainergemeinden mit fußläufig erreichbaren Haltestellen bedienen kann. Darüber hinaus ergeben sich an Kreuzungen mit hochrangigen Straßen natürliche P&R-Umsteigeknoten.
Auf Teilstrecken entlastet sie mit einem Container-basierenden Güterverkehr die überfüllten Straßen vom LKW-Verkehr und sorgt für pünktliche Belieferung der Betriebe in den Gewerbegebieten.
Im Touristenverkehr verbindet sie die an der Strecke gelegenen weltbekannten Fremdenverkehrsattraktionen mit einem auch am Wochenende dichten Taktfahrplan, bietet Kombinationsmöglichkeiten mit der Schifffahrt, der Schafbergbahn oder dem Fahrrad. Fremdenverkehrsgemeinden wie Strobl oder St. Gilgen können weiter verkehrsberuhigt werden und im Kern autofrei werden.
Fremdenverkehrsattraktion Nostalgieverkehr
Nicht zuletzt würde die Einrichtung eines Nostalgieverkehrs den darbenden Tourismus in der Region gewaltig ankurbeln. Die SKGLB, auch beinahe 50 Jahre nach ihrer Einstellung weltweit die bekannteste Eisenbahnstrecke überhaupt, mit den bei verschiedenen Vereinen vorhandenen Originalfahrzeugen wieder zu befahren, wäre nicht nur als zusätzliche Attraktion eine Aufwertung der Region, sondern würde mit Eisenbahnfreunden aus der ganzen Welt völlig neue Zielgruppen erschließen.
Auch im Nostalgieverkehr lassen sich Pakete schnüren und über Reisebüros verkaufen, wie zum Beispiel ein K&K-Jahrhundertwende-Wochenende mit Kaiservilla und Schafberg.
Neue Bahn auf alter Trasse
Die Bahn würde so weit wie möglich auf der alten Trasse gebaut. Das spart Kosten und bringt durch deren Siedlungsnähe keinen Nachteil. Die ursprüngliche Trasse ist zu etwa 90% erhalten und unverbaut. Natürlich gibt es da und dort Hindernisse, und die heutigen Vorschriften erfordern teilweise ein Abrücken von sehr nahe stehenden Häusern. Auch ist angesichts der angestrebten kurzen Fahrzeiten die eine oder andere Streckenbegradigung erforderlich, und in manchen Fällen wird von der Ursprungstrasse abgewichen, um Siedlungen oder Betriebe besser anbinden zu können. Insgesamt rechnen wir jedoch damit, die Bestandstrasse zu etwa 75 – 80% nutzen zu können.
Schritte zum Ziel
Frühere Projekte einer Revitalisierung von Teilstrecken ausschließlich für Zwecke des Nostalgieverkehrs scheiterten in erster Linie an den Kosten eines Streckenneubaues, deren Hereinbringung durch die Fahrgasteinnahmen zu unsicher schien. Auch wenn die Kosten für die Infrastruktur unerreichbar hoch anmuten, kann das Projekt einer Wiedererrichtung auf der Gesamtstrecke mit Bedienung unterschiedlicher Bedürfnisse von Tourismus und Verkehr, durch den daraus entstehenden Einnahmen-Mix, besonders im touristischen Bereich, nach ersten Schätzungen mit einem gewinnbringenden Betrieb rechnen. Die Ermittlung der Kosten des Reengineerings der Bahn einschließlich aller infrastrukturellen Investitionen ist Aufgabe der technischen Vorplanung für das Projekt, deren Ergebnis in der Machbarkeitsstudie dargestellt werden wird. In dieser Machbarkeitsstudie wird auch das zu erwartende betriebswirtschaftliche Ergebnis für den zukünftigen Betrieb der Bahn mit der Bedienung unterschiedlicher Verkehrs- und Tourismusbedürfnisse der gesamten Region als Rechenwerk in Form einer Wirtschaftlichkeitsrechnung und einer Kosten-/Nutzenrechnung dargestellt werden.
Phase 1: Vorbereitung der Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse
Bereits erledigt bzw. in Erledigung:Phase 2: Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung
Behördliche Verfahrensschritte:
Zur Zeit werden Unterstützer gesucht, die eine vertiefende Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie finanzieren helfen. Zu diesem Zweck werden Gespräche mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern geführt und eine Gesellschaft gegründet, die durch Beteiligungen dotiert werden kann.
Phase 3: Planung
Phase 4: Bau

Peter Kemptner und Gottfried Mayer sind das Konsortium.

Historisches Foto St. Wolfgang, A. Luft

Historisches Foto Thalgau, A. Luft

Historisches Foto St. Lorenz, A. Luft

Historisches Foto Protestaktion, A. Luft

Große Teile der Trasse sind in gut erhaltenem Zustand. Hier ein Teil der Bergstrecke zwischen Mondsee und St. Gilgen

Bild einer modernen Triebwagengarnitur.
So ähnlich könnten die Fahrzeuge auf der SKGLB neu aussehen
Achtung: Welche Fahrzeuge tatsächlich zum Einsatz kommen werden und wie die dann wirklich aussehen werden, steht noch völlig in den Sternen!
Siemens


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